Das Ziel der N-Bahn Freunde Worms ist eine Modulanlage, die einen Fahrbetrieb wie in der Realität zulässt. Dazu werden hochmoderne elektronische Komponenten benötigt, die einen hohen technischen Aufwand erfordern - aber das Ergebnis spricht für sich. Unser Ziel ist es das Fahrverhalten unserer Züge so realistisch wie möglich zu gestalten, dazu gehören das langsame Anfahren und Abbremsen von Zügen, die Möglichkeit die Beleuchtung der Loks oder der Wagen, sowie die Geräusche der Loks, wie Motor, Pfeife, etc., einzeln ein- und ausschalten zu können. Ein weiterer Wunsch war das Fahren mit mehreren Loks zur gleichen Zeit in einem Stromkreise oder das Fahren von Loks in Doppel- oder Dreifachtraktion. Neben all diesen fahrtechnischen Vorteilen ist die Verkabelung der Weichen, Signale und anderer schaltbarer Komponenten wesentlich einfacher und nicht so aufwendig wie bei analogen Anlagen.

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Die besten Zeiten des Güterbahnhofs sind vorbei

N Bahn-Freunde Worms besichtigen den Wormser Hauptbahnhof

ip_005_0102Es ist Freitag der 30. Juli um 16:00Uhr, auf dem Wormser Bahnhof an Gleis 11 schauen nicht nur Reisende auf die Uhr, auch acht Mitglieder der N-Bahn Freunde Worms sind hier und warten ungeduldig auf Gerhard Lott von der Deutschen Bahn. Herr Lott hat den Wormser N-Bahner versprochen ihnen eine Führung durch den Wormser Bahnhof zu geben.      

Endlich geht es los Herr Lott trifft die ungeduldigen N-Bahner und gibt ihnen zuerst einen kleinen Überblick über die Geschichte des Wormser Bahnhofs. Das aktuelle Gebäude ist bereits das dritte Gebäude und wurde zwischen 1901-1904 im staufischen Monumentalstil erbaut. Es ist eindrucksvoll zu hören wie viele Menschen einst am Bahnhof Worms gearbeitet haben und es ist sehr enttäuschend zu sehen, was davon von übrig geblieben ist.

Nun geht es in den Bahnhof, Herr Lott zeigt und erklärt uns die verschiedenen Gleise, die Signale und ihre Bedeutung. Wie war das noch mit HP0, HP1 und HP2 und wann, wo und wie werden die Vorsignale gestellt? Was bedeuten die verschiedenen Tafeln an den Signalen und im Bahnhof? Wie werden Prellböcke eines Haupt- und eines Nebengleises gekennzeichnet?

Auf jede der Fragen bekommen wir von Herrn Lott eine kompetente Antwort und noch zusätzliche Informationen über die Deutsche Bahn, die wir vorher nicht kannten.

Wollt ihr auch noch den Güterbahnhof sehen bevor wir ins Stellwerk gehen’? Diese Frage wird mit einem einstimmigen ‚JAAAA’ aller N-Bahner beantwortet. Also ab unter den Gleisen durch rüber zum Güterbahnhof. Immer wieder fallen unsere neugierigen Blicke auf eine blaue MAK 1206 der ESG 8 die immer wieder im Rangierbetrieb an uns vorbeifährt. Warum gibt’s diese Lok nicht in ‚N’ – eigentlich schade.

Am Güterbahnhof angekommen stellen wir fest, dass die besten Zeiten für den Wormser Güterbahnhof vorbei sind. Viele Gleise sind still gelegt oder sind gerade stillgelegt worden. Es gibt zwar noch etwas Betrieb, aber kein Vergleich zu den Jahren davor.

Aber jetzt geht es in das Stellwerk – das Beste halt immer zum Schluss. Über eine kameraüberwachte Tür werden wir in das Stellwerk hineingelassen und steigen die Treppen hoch in die vierte Etage des Stellwerks. Zum Glück gibt es hier oben eine Klimaanlage und man kann sich ein bisschen abkühlen.

Hier sind die Wormser N-Bahner voll in ihrem Element. Die grosse Stelltafel zeigt den gesamten Bereich von Guntersblum (im Norden zwischen Mainz und Worms) bis hin zu Bobenheim-Roxheim (ein Wormser Nachbarort im Süden). Dieser Bereich wird mit all seinen Aktivitäten vom Wormser Stellwerk überwacht, kontrolliert und gesteuert, vom durchfahrenden ICE bis hin zum Bauern, der einen beschrankten Bahnübergang mit Gegensprechanlage überqueren will.

Ja, das sieht genauso aus wie die Railware Software, die die Wormser N-Bahner für ihre Module einsetzen möchten, zumindest fast genau so. Nur kann man in ‚N’, wenn ein kleines Malheur passiert ist Lok und Züge mal schnell hochheben, hier im Stellwerk muss alles funktionieren.

Auch hier werden unsere ‚fachlichen’ Fragen bereitwillig von den Mitarbeiterinnen des Stellwerks beantwortet. Man zeigt uns wie Fahrstrassen geschaltet werden und wie dann der Zug, wie geplant, in die Fahrstrasse einfährt, um dann entweder am Gleis ip_005_0203zu halten oder durchzufahren. Immer wieder entfährt den N-Bahnern ein ‚Ahhh’ oder ‚wirklich super’.

Es ist 19:00 Uhr und es ist kaum zu glauben, dass wir seit 3 Stunden auf dem Wormser Bahnhof sind, die Zeit fliegt wenn es interessant ist. Unsere Führung geht zu Ende und alle Beteiligten sind begeistert über den Einblick, den wir in den Betrieb auf dem Worms Bahnhof erhalten haben.

Nochmals ein ganz grosses Dankeschön an Gerhard Lott von der Deutschen Bahn, denn dieser Tag war ‚Spitze’ für die N-Bahn Freunde Worms.      Foto:privat

 

 

 

 

 

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